Investitionspotential

Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszone von Tomsk

Die Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszone ist gemäß dem Föderalgesetz der RF Nr. 11 vom 22.07.2005 ein Teil des Staatsgebiets der Russischen Föderation, auf dem ein besonderes Regime der Durchführung der Unternehmertätigkeit gilt. Für die Residenten, welche durch Hightech-Firmen vertreten sind, wird ein einzigartiges geschäftliches Umfeld für die aktive Entwicklung des innovativen Unternehmertums, die Produktion der wissenschaftlich-technischen Produkte sowie ihre Placierung auf dem Binnen-und Außenmarkt geschaffen.

Die Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszone von Tomsk wurde laut Anordnung der Regierung der RF Nr. 783 vom 21.12.2005 gegründet. Die Region Tomsk wurde Gewinner im föderalen Wettbewerb zur Auswahl von Anträgen der Subjekte der RF bezüglich der Gründung von Technisch-Implementierenden Sonderwirtschaftszonen. In Russland gibt es insgesamt vier Sonderwirtschaftszonen: in Tomsk, St.Petersburg, Moskau (Verwaltungsbezirk Selenograd) und Dubna (Region Moskau).

Die Hauptetappen der Projektrealisierung wurden im Abkommen über die Gründung der Tomsker Technisch-Implementierenden Sonderwirtschafszone vom 18.01.2006 bestimmt. Dieses Abkommen wurde zwischen der Regierung der RF, der Administration der Region Tomsk und der Administration der Stadt Tomsk geschlossen. Die Tomsker Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszone liegt im Weichbild der Stadt und besteht aus zwei Teilen: einem Südteil (Nr.1) und einem Nordteil (Nr.2.).

Der Südteil (192,4 ha) befindet sich im Osten der Stadt, neben dem Territorium des Tomsker Wissenschaftszentrums der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Der Nordteil (14,6) liegt im Norden von Tomsk und grenzt an das Territorium der OOO Tomskneftechnim. Das ist ein großer Produktionsknoten mit einem hohen Potential für die Entwicklung und den Einsatz der forschungsintensiven Produktion, welche auf Innovationstechnologien orientiert ist.

Der Zugang zum Territorium der Sonderwirtschaftszone erfolgt über inneres Verkehrsnetz der Stadt Tomsk (20 bis 25 Minuten Fahrt von der Innenstadt). Der funktionierende Flughafen liegt 18 km weit von Tomsk. Laut Anordnung der Regierung der RF Nr.577-р vom 14.04.2010 wurde dem Tomsker Flughafen Bogaschowo den Status „Internationaler Verkehrsflughafen“ verliehen.

Die Modernisierung der Flughafen-Objekte, Grenzübertrittsstellen und Befestigung der Start- und Landebahn des Tomsker Flughafen Bogaschowo gehören zum föderalen Zielprogramm „Entwicklung des Transport- und Verkehrssystems Russlands in den Jahren 2010-2015“.

Prioritätsrichtungen der Entwicklung im Bereich der Innovationen und Technologien auf dem Territorium der Tomsker Sonderwirtschaftszone

  • Nanotechnologien und neue Werkstoffe:
    • Entwicklung von Funktions- und Konstruktionsnanomaterialien
    • Metalnanopulver und Submikron-Mikropulver der anorganischen Verbindungen
    • Nanofaser der anorganischen Verbindungen
    • Entwicklung von Nanobiotechnologien
    • Entwicklung von Nanoingenierie und Nanosystemtechnik u.a.
  • Biotechnologien und Medizin:
    • medizinische Biotechnologien
    • Herstellung von Diagnosegeräten auf Grund der Gentechnologie
    • biologisch aktive Stoffe und Arzneisubstanzen
    • industrielle Biotechnologien
    • landwirtschaftliche Biotechnologien
    • medizinischer Gerätebau u.a.
  • Informationskommunikative Technologien, Elektronik:
    • Entwicklung und Experimentalherstellung von Hard- und Software für Digital TV
    • Entwicklung von radiotechnischen Systemen
    • Entwicklung von Anlagen für Quantenelektronik
    • Entwicklung von Anlagen für Kraftelektronik und Leistungselektronik
    • Entwicklung von Software
    • Entwicklung und Einsatz von Hard- und Software  für Automatisierung der technologischen Prozesse


Laut dem Artikel 10 des Föderalgesetzes der RF Nr. 116 vom 22.07.2005, welches die Tätigkeit der Sonderwirtschaftszonen in Russland reguliert, „umfassen Technik- und Implementierungsaktivitäten Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von wissenschaftlich-technischen Produkten; Software Entwicklung und Verkauf; Entwicklung und Verkauf von Datenbanken, Topologien von integrierten Mikroschaltungen und Informationssystemen; Erweisung von Dienstleistungen im Bereich Implementierung und Bedienung der wissenschaftlich-technischen Produkte, Datenbanken, Topologien und Systeme. Die Herstellung von wissenschaftlich-technischen Produkten im Rahmen einer Technisch-Implementierenden Sonderwirtschaftszone kann auf Beschluss des Expertenrates für Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszonen, welcher sich nach den Prioritätsrichtungen der Entwicklung von Wissenschaft, Technologien und Technik sowie nach dem von der Regierung der Russischen Föderation genehmigten Register für kritische Technologien der Russischen Föderation richtet, erlaubt sein“.

Auf dem Territorium der Sonderwirtschaftszone ist Folgendes nicht zugelassen:

  • Ausbeutung der Minerallagerstätten und Gewinnung natürlicher Bodenschätze mit Ausnahme der Ausbeutung von Mineralwasser- und Heilschlammvorkommen sowie anderen Naturheilressourcen einschließlich deren Gewinnung, Herstellung und metallurgischer Produktion. Entsprechend dem Gesamtrussischen Klassifikator der wissenschaftlichen Tätigkeitsarten sind die Herstellung von Eisenmetallerzeugnissen, welche zu anderen Gruppierungen nicht gehören, die Herstellung von Aluminiumhalberzeugnissen (einschließlich Aluminiumlegierungen) und die Guss-Produktion ausgeschlossen;
  • Verarbeitung von Bodenschätzen (ausschließlich industrieller Mineralwasserabfüllung und anderer Benutzung von natürlichen Heilressourcen), sowie Eisen- und Buntmetallschrott;
  • Produktion und Verarbeitung von verbrauchsteuerpflichtigen Waren (ausschließlich der Pkws und Motorräder).

Leitung der Sonderwirtschaftszonen

Das Russische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel, die Administrationen von Subjekten der RF und die verwaltende Gesellschaft OAO Sonderwirtschaftszonen bilden ein einheitliches zentralisiertes Verwaltungssystem für Sonderwirtschaftszonen.

Die Leitung der Tomsker Sonderwirtschaftszone wird durch folgende Einrichtungen durchgeführt:
OAO Technisch-Implementierende Sonderwirtschaftszone „Tomsk“
Generaldirektor Alexej M.Baryschew
Postanschrift: pr. Akademitscheskij 8/8, 634021 Tomsk,
Telefon/Fax: +7(3822) 701400, +7(3822) 701445
E-mail: office@oez.tomsk.ru

Der Aussichtsrat der Technisch-Implementierenden Sonderwirtschaftszone von Tomsk (genehmigt durch die Anordnung des Russischen Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel Nr. 259 vom 29.06.2010)

Beim Gouverneur der Region Tomsk gibt es einen Rat zur Gründung der Technisch-Implementierenden Sonderwirtschaftszone (Sekretärin Frau Inna W. Demidenko).

Seit dem Jahr 2009 besteht die Assoziation der Residenten der Technisch-Implementierenden Sonderwirtschaftszone von Tomsk (Leiter Herr W.A.Krakowskij)

Version fuer Druck

Gesprachspartner

Tatjana Isakowa
i. V. Vorsitzende des Ausschusses für Investitionspolitik, stellvertretende Leiterin des Departements für Investitionen der Administration der Region Tomsk  
Tel.: +7 (3822) 510860
E-Mail:  isakova@tomsk.gov.ru

Shanna Rastorguewa  
Beraterin des Ausschusses für Investitionspolitik des Departements für Investitionen der Administration der Region Tomsk  
Tel.: +7 (3822) 510-409
Е-Mail: janet@tomsk.gov.ru